© 2017 OrthoPraxis, erstellt mit Wix.com.

Kreuzband

 

Bei Kreuzbandverletzungen am Knie ist es von grosser Bedeutung das Vordere vom Hinteren Kreuzband zu unterscheiden.

Beide Bänder haben als sogenannter Zentralpfeiler eine essentielle stabilisierende Bedeutung für das Kniegelenk.

 

Die Verletzung des Vorderen Kreuzbandes erfolgt meist durch einen Sturz rücklings mit Verdrehen des Kniegelenkes gegen aussen wobei dabei noch eine Kraft gegen die Innenseite ausgeübt wird.

 

Das Hintere Kreuzband wird in der Regel durch eine Kraft, die gegen die Vorderseite gerichtet ist, verletzt. Dies passiert z.B. beim Zusammenprall zweier Sportler oder dem Anprallen eines Motorrades gegen ein Auto.

Das Knie wird vom Mechanismus her gegen hinten überstreckt.

Die Schwierigkeit beim Hinteren Kreuzband liegt im Erkennen der Verletzung. Oft wird die Diagnose zeitverzögert gestellt.

 

Einen besonderen Schwerpunkt legen wir diesbezüglich in der Erhebung der Anamnese des Unfallherganges.

 

Zur Diagnostik wird die klinische Untersuchung, das native Röntgen und das MRT eingesetzt.

Damit soll gewährleistet werden, dass keine Begleitverletzungen übersehen werden.

 

Im Anschluss besprechen wir mit den Patienten die einzelnen Therpieoptionen.

Hierbei muss unterstrichen werden, dass sowohl eine Verletzung des VKB als auch des HKB keine zwingende Indikation zur Operation darstellen.

Im Deutschsprachigen Raum gibt es die Vereinigung die AGA (Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie www.aga-online.ch).

Diese in Europa grösste Fachgesellschaft für Arthroskopie legt einen Schwerpunkt auf die Behandlung solcher Verletzungen und bietet auch eine Informationsquelle für die Patienten.

Eine Kreuzband Operation sei es das Vordere- oder Hintere Kreuzband empfehlen wir jedem Patienten individuell nach Abklärung einer Vielzahl von Kriterien.

Dazu gehören:

-das Alter

-der Beruf,

-das Geschlecht,

-die Stabilität oder Instabilität seit der Verletzung,

-Begleitverletzungen wie Knorpelschäden oder Meniskus Risse sowie

-die zukünftige sportliche Ausrichtung des Patienten.

 

In aller Regel beginnen wir so schnell als möglich mit der Physiotherapie (www.physioreha.ch) um das Gelenk abzuschwellen und wieder zu mobilisieren.

Studien haben gezeigt, dass je besser die Voraussetzungen vor einem allfälligen Eingriff sind,

desto besser gelingt auch die Rehabilitation.

Im Verlauf wird der Patient klinisch kontrolliert und die OP Indikation bestätigt oder ausgesetzt.

Im diesem Rahmen wird dann auch die anzuwendende Technik besprochen.

An unserem Belegspital in Zofingen (www.spitalzofingen.ch) verfügen wir dauerhaft über 4

unterschiedliche, moderne Techniken um jeder Fragestellung gerecht werden zu können.

 

        Als Beispiel kann die hier angehängte Animation dienen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

 

 

 

Primär verwenden wir als 1. Wahl die sogenannte Semitendinosus Sehne,

setzten aber auch die Patellarsehne, Quadriceps Sehne oder in seltenen Fällen

Spender Sehnen ein.

Die Fixation erfolgt mit bioresorbierbaren Pins und/oder Schrauben der aktuellen Generation.

Der Eingriff erfolgt kurzstationär mit einem Aufenthalt von ca 2 Nächten.

Die Rehabilitation ist ein enorm wichtiger Anteil in der Behandlungskette und wir legen grossen Wert in der Einhaltung der vorgegebenen Reha - Kriterien.

Für eine Vielzahl von Sportarten gibt es heute bereits sehr ausgeklügelte „Return – to – Play“ RTP Protokolle, die auch regelmässig Anwendung finden und in den spezifischen Fachgremien überarbeitet werden.

Eine Vorreiterrolle hatte hierbei die FIFA, die es auch verdient hier besonders erwähnt zu werden. Unter FIFA 11+

(www.f-marc.com) kann man sich ein sehr gutes Bild davon verschaffen.

 

Es ist uns ein Anliegen jeden Kreuzbandverletzten darauf hin zu weisen, dass es sich bei dieser Verletzung um eine schwerere Verletzung handelt und die Rehabilitation zwischen 9 und 12 Monate in Anspruch nimmt.

Nachbehandlung

Vorderes Kreuzband

Nachbehandlung

 

 

Hinteres Kreuzband